Medienmitteilung vom 9. März 2010
09.03.2010
Nationales Grossprojekt erarbeitet unter Co-Leitung der PH Zürich umfassendes Lehrmittel zur «Nachhaltigen Entwicklung»
Nachhaltige Entwicklung – in den letzten Jahren ist sie weltweit zum grossen Thema auf der politischen Agenda geworden. Doch wie sollen Lehrpersonen die Thematik den kommenden Generationen näherbringen? Bisher fehlte ein Lehrmittel, das eine umfassende Orientierung bietet. Um diese Lücke zu füllen, haben in einem nationalen Projekt gegen 200 Bildungsverantwortliche und Studierende unter der Co-Leitung von Ueli Nagel, Dozent im Fachbereich «Mensch und Umwelt» an der Pädagogischen Hochschule Zürich (PH Zürich), die Publikation «Handeln statt Hoffen» erarbeitet. Morgen Mittwoch 10. März wird das Buch an der Tagung «Lernen für eine nachhaltige Entwicklung» in Bern präsentiert.
Nachhaltige Entwicklung – in den letzten Jahren ist sie weltweit zum grossen Thema auf der politischen Agenda geworden. Doch wie sollen Lehrpersonen die Thematik den kommenden Generationen näherbringen? Bisher fehlte ein Lehrmittel, das eine umfassende Orientierung bietet. Um diese Lücke zu füllen, haben in einem nationalen Projekt gegen 200 Bildungsverantwortliche und Studierende unter der Co-Leitung von Ueli Nagel, Dozent im Fachbereich «Mensch und Umwelt» an der Pädagogischen Hochschule Zürich (PH Zürich), die Publikation «Handeln statt Hoffen» erarbeitet. Morgen Mittwoch 10. März wird das Buch an der Tagung «Lernen für eine nachhaltige Entwicklung» in Bern präsentiert.
An der UN-Generalversammlung vom 20. Dezember 2002 haben die Vereinten Nationen die Jahre 2005 bis 2014 zur Dekade «Bildung für nachhaltige Entwicklung» (BNE) erklärt. Im Rahmen dieser Dekade hat die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) zusammen mit sechs Bundesämtern Mitte 2006 den Auftrag zur Entwicklung eines Modell-Lehrgangs BNE für die Sekundarstufe I erteilt. Das Dreijahresprojekt setzte sich zum Ziel, die Thematik der nachhaltigen Entwicklung mit Schwerpunkt in den Bereichen Gesundheit, Entwicklung und Umwelt in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung und im Unterrichtsalltag der Sekundarstufe I zu verankern.
«Wir möchten den Schülerinnen und Schülern die Thematik näherbringen, sie für die nachhaltige Entwicklung sensibilisieren und ihnen Möglichkeiten zum Handeln aufzeigen», erklärt Ueli Nagel. «Unser Ziel ist es, Wissen, Fähigkeiten und Werthaltungen zu vermitteln, die ein selbstbestimmtes und verantwortungsvolles Leben in der Gesellschaft ermöglichen.» Die Schülerinnen und Schüler sollen beispielsweise die Idee der Nachhaltigkeit als wünschbares Ziel der gesellschaftlichen Entwicklung sowie alternative Auffassungen der Gesellschaftsentwicklung kritisch beurteilen und Visionen – aber auch gegenwärtige Entwicklungstrends – im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung bewerten können. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Nutzung von Instrumenten und Medien: Schülerinnen und Schüler sollen in der Lage sein, sich im Bereich nachhaltiger Entwicklung zielgerichtet zu informieren und die Informationen für Entscheidungen im Sinne von nachhaltiger Entwicklung effizient einsetzen können.
Da in der Schweiz ein umfassendes Lehrmittel bisher fehlte, wurde das Projekt als Modell-Lehrgang bezeichnet. Im Rahmen der Entwicklung des Lehrgangs wurden von den Projektverantwortlichen die wichtigsten Aspekte zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in acht Themenfeldern (unter anderem: Ökologie/Lebensgrundlagen, Technik/Ressourcennutzung) und acht didaktischen Prinzipien (unter anderem: Widersprüchen konstruktiv begegnen, über Wertehaltungen nachdenken, trotz Unsicherheiten handeln) gebündelt. Beide, die acht Prinzipien und die acht Themenfelder, bilden die Grundstruktur für den Unterricht zu nachhaltiger Entwicklung. Ueli Nagel: «Mit der Sammlung der Unterrichteinheiten, die im Lehrmittel publiziert sind, sollen alle acht Prinzipien und Themenfelder weitgehend abgedeckt werden.» Auf diese Weise werde eine breite, umfassende Ausrichtung der BNE sichergestellt. Kern der Publikation «Handeln statt Hoffen. Materialien zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung auf der Sekundarstufe I» (Verlag Klett & Balmer) bilden rund zwei Dutzend praxiserprobte Unterrichtseinheiten von vier bis dreissig Lektionen Länge sowie Berichte über eine Reihe grösserer Schulprojekte. Beispiele von Unterrichtseinheiten sind «Das grosse Hoffen auf die Anderen», «Wir gründen eine nachhaltige Technikfirma», «Ein Leben ohne Erdöl?» oder «Menschenrechte». Vorgesehen ist auch eine Publikation des Lehrgangs auf Französisch.
An der Tagung «Lernen für eine nachhaltige Entwicklung» vom 10. März in Bern wird die Publikation offiziell präsentiert und die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, in Workshops ausgelesene Unterrichtseinheiten und Schulprojekte kennenzulernen. Zudem werden in einem «World Café» – einem organisierten Gruppen-Brainstorming – Vorschläge und Thesen zum weiteren Vorgehen formuliert.
Weiterführende Informationen zum Projekt finden Sie unter www.education21.ch und zur Tagung unter www.phzh.ch/tagung-bne
Redaktion
Christoph Hotz, Kommunikation, Tel. +41 (0)43 305 55 18, christoph.hotz@phzh.ch
Weitere Informationen
Ueli Nagel, Dozent PH Zürich im Fachbereich «Mensch und Umwelt», ueli.nagel@phzh.ch
Christoph Hotz, Kommunikation, Tel. +41 (0)43 305 55 18, christoph.hotz@phzh.ch
Weitere Informationen
Ueli Nagel, Dozent PH Zürich im Fachbereich «Mensch und Umwelt», ueli.nagel@phzh.ch
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