Wie Schulen von Schulen lernen können
27.01.2010
Lehrpersonen, Schulleitungen und Behörden diskutierten an der SLS-Tagung vom 23. Januar 2010 über mögliche Formen, wie Schulen von Schulen lernen können.
Rund 110 interessierte Lehrpersonen, Schulleitende, Behördenmitglieder und Fachpersonen widmeten sich an der Tagung zum Projekt «Schulen lernen von Schulen» der PH Zürich am 23. Januar 2010 dem Thema Wissenstransfer. Zuerst stellten Vertreterinnen und Vertreter der aktuellen Preisträgerschulen ihre Projekte vor und machten deutlich, wie viel Schulen von Erfahrungen und Know-how anderer Schulen profitieren könnten – das Interesse an zusätzlichem Material und Informationen vonseiten der Anwesenden unterstrich dies eindrücklich.
Nicht weniger Aufmerksamkeit und Zustimmung erfuhr Hans Brügelmann, Professor an der Universität Siegen und Leiter der Reformpädagogischen Arbeitsstelle «Blick über den Zaun», mit seinen Ausführungen zum seit 1989 bestehenden deutschen Netzwerk von Schulen. «Blick über den Zaun» besticht durch gemeinsame Überzeugungen aller über 100 Schulen, die sich aktiv im Verbund engagieren: 1. In der Schule geht es um einzelne Menschen. 2. Lernen ist eine Sache der ganzen Person. 3. Werte und demokratisches Handeln müssen täglich gelebt werden. 4. Gute Schule entsteht nicht von «oben». In so genannten Arbeitskreisen besuchen Gruppen aus jeweils zwei Vertreterinnen und Vertreter der dem Arbeitskreis zugeteilten Schulen reihum eine Schule und geben Anregungen und Rückmeldungen.
Als zweites Beispiel für die Vernetzung von Schulen stellte Monika Pfister als Koordinatorin das Netzwerk Luzerner Schulen «Schulen mit Zukunft» vor. Hier arbeiten eine unterschiedliche Anzahl von Netzwerkschulen jeweils in thematischen Teilnetzwerken wie beispielsweise Gesundheitsförderung, altersgemischtes Lernen oder Englisch auf der Primarstufe.
Angeregt und mit vielen Ideen und möglichen Lösungen konfrontiert, durften zum Schluss alle Anwesenden ihre Bedingungen und Bedürfnisse für und an eine sinnvolle Zusammenarbeit unter Schulen deponieren. Diese Bemerkungen und Anregungen werden nun von der Projektleitung gesichtet und beurteilt und werden in die zukünftige Arbeit im Projekt «Schulen lernen von Schulen», das vom Volksschulamt unterstützt und von der Stiftung Mercator Schweiz massgeblich finanziert wird, einfliessen. Bereits möglich sind Besuche bei den Gewinnerschulen, Interessenten können sich über www.projekt-sls.ch bei der Koordinationsstelle melden. Weiter sollen künftig auch diverse Materialien der Gewinnerschulen auf der Website zum Download zur Verfügung gestellt werden.
Redaktion und Fotos
Martin Kilchenmann, Leiter Kommunikation, Tel. +41 (0)43 305 59 68, martin.kilchenmann@phzh.ch
Weitere Informationen
Bettina Diethelm, Koordinationsstelle projekt-sls, Tel. +41 (0)43 305 61 08, projekt-sls@phzh.ch
Martin Kilchenmann, Leiter Kommunikation, Tel. +41 (0)43 305 59 68, martin.kilchenmann@phzh.ch
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Bettina Diethelm, Koordinationsstelle projekt-sls, Tel. +41 (0)43 305 61 08, projekt-sls@phzh.ch
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