Entwicklung und Zusammenspiel unterrichtlicher und personaler Potenziale
Wie lässt sich der Lernertrag der Schülerinnen und Schüler optimieren?
Durch die Qualität ihrer Angebote trägt die Schule wesentlich zur Optimierung des Lernertrags bei. Die Wirksamkeit eines Angebots hängt jedoch auch davon ab, wie Schülerinnen und Schüler dieses nutzen können und wollen. Motivational-affektive Merkmale wie das Selbstvertrauen oder die Lernfreude der Schülerinnen und Schüler spielen in Lernprozessen deshalb ebenso eine Rolle wie etwa die Art der Unterrichtsgestaltung.
Die Forschungsgruppe fokussiert beide Seiten – Angebotsqualität sowie Nutzungsqualität – und untersucht deren Zusammenspiel mit Blick auf den Lernertrag der Schülerinnen und Schüler. Besonderes Augenmerk gilt dem sprachlichen Lernen (Erstsprache, Zweitsprache und Fremdsprachen) und dessen Bedeutung für das Lernen in allen Fächern.
Die interdisziplinär ausgerichtete Forschungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aus Sprachwissenschaft, Sprachdidaktik, Pädagogischer Psychologie und Medienpädagogik interessiert sich für Fragen wie:
- Mit welchen fachdidaktischen Ansätzen und welchen Lehrmitteln lässt sich die Wirksamkeit des Unterrichts potenziell erhöhen? Wie werden fachdidaktische Ansätze in der Praxis um- und Lehrmittel eingesetzt?
- Welche Merkmale der Schülerinnen und Schüler erleichtern bzw. erschweren die Nutzung eines schulischen Angebots? Was zeichnet ein schulisches Angebot aus, unter welchem sich ungünstige Nutzungsvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler positiv entwickeln?
- Wie nutzen mehr oder weniger motivierte Schülerinnen und Schüler didaktische Settings?Welche Unterrichtsgestaltung zeitigt welche Effekte bei welchen Schülerinnen und Schülern?
Je nach Fragestellung werden auch Charakteristiken von Stützsystemen berücksichtigt, die sich auf die Qualität von Angebot und Nutzung auswirken, so zum Beispiel Merkmale des familiären Kontextes und deren Einfluss auf die Entwicklung nutzungsbezogener Lernpotenziale bei Schülerinnen und Schülern.