Das Kompetenzstrukturmodell der PH Zürich geht davon aus, dass eine Lehrperson in drei Bereichen kompetent ist: Wissen, Lern- und Umsetzungsbereitschaft sowie Können als wissensbasiertes Handeln. Eine gute Lehrperson für Deutsch ist also nicht jemand, der sehr viel weiss oder «einfach so» sehr gut unterrichtet, sondern eine Person, die offen ist, ihr Wissen über sprachliches Lernen, Sprache und Literatur zu erweitern und im praktischen Handeln darauf zurückzugreifen. Dabei geht es um folgende inhaltliche Schwerpunkte:
- Sprachliches Grundwissen (z.B. Spracherwerb, Literalität, Varietäten, Normen)
- Grundkonzepte der Deutschdidaktik
- Deutschunterricht in einem mehrsprachigen Umfeld
- Deutsch als Zweitsprache
- Lesesozialisation und Leseförderung, Schreibförderung
- Kompetenzen im Bereich Hören und Sprechen
- Mundart und Hochdeutsch
- Deutsch und Sachunterricht, Medien
- Diagnose und Förderplanung im Sprachunterricht
- Lern- und Leistungsaufgaben, Beurteilen
- persönliche Sprachkompetenz von Lehrpersonen
Im Fachbereich wird dazu Wissen erarbeitet, diskutiert, vermittelt und umgesetzt. Das bedeutet einerseits Spezialisierung, andererseits werden spezifische Fragestellungen in allen Leistungsbereichen eingebettet in die gemeinsame Frage nach gutem Deutschunterricht.
Themen
Die Spezialisierung für einzelne Fragen bildet sich im Fachbereich nur teilweise ab. So besteht konstant eine Gruppe, die sich besonders mit dem Thema Deutsch als Zweitsprache befasst. Andere, zeitlich befristete Teams vertiefen z.B. das Thema «Hörverstehen».